Heute bin ich zufällig über einen Artikel gestoßen, den ich vor fast genau einem Jahr geschrieben habe, über ein Ereignis über das ich heute lachen kann, damals aber schon ein wenig durch den Wind war!
1.Mai 2010:
Eins vorweg: Diabetiker sollten GPS Sender tragen, damit Freunde und Verwandte immer wissen wo man sich gerade befindet und ob das GPS Signal sich auch noch bewegt!
Kommen wir also zur Sache: am Donnerstag nach der Arbeit bin ich spontan mit einer Kollegin noch etwas essen gegangen. Dabei stellte ich irgendwann fest, dass mein Handy nicht auffindbar war, vermutlich auf der Arbeit vergessen. So war ich also für einige Stunden mal nicht erreichbar!
Erst auf dem Weg nach Haus vernahm ich aus den Tiefen meiner Tasche ein Surren, mein Handy, juhuuuu!
11 Anrufe in Abwesenheit!!! Ich meldete mich also gleich bei den Anrufern um zu sagen dass ich nun wieder erreichbar bin und alles ok sei.
Ich war gerade ein paar Minuten wieder zu Haus, da klingelte es an der Tür, eher ungewöhnlich zu so später Stunde.
Als ich die Tür öffnete standen zwei nette Herren von der Polizei dort, die sich gleich nach meinem Befinden erkundigten. Ihr könnt euch sicher vorstellen was für Gedanken durch meinen Schädel schossen. Ist was passiert? Habe ich etwas angestellt? Muss das Haus evakuiert werden?…….
„Äääähm, ja mir geht es blendend. Warum?“
Die Beamten erklärten mir, dass sich jemand (Namen werden an dieser Stelle von der Redaktion nicht geändert, sondern gar nicht erst genannt) Sorgen um mich gemacht hätte, und es mir unter Umständen gesundheitlich nicht gut gehen könnte…….!
Langsam viel bei mir der Groschen. Mehrere Stunden nicht erreichbar, die Sache mit dem Keton zwei Tage zuvor…….!
Es dauerte eine Weile, bis ich den Beamten erklärt hatte, dass es sich um ein blödes Missverständnis handelte und ich wirklich wohlauf bin. Leider konnten die Herren in der grünen Uniform den Krankenwagen (den nennt man hier übrigens Sanka) nicht mehr abbestellen und so stand 2 Minuten später besagter dann auch schon vor der Tür. Also habe ich die ganze Geschichte auch noch den Sanitätern erklärt, die zum Glück sehr freundlich waren und die Sache mit einer guten Portion Humor genommen haben. Wir haben dann noch kurz über Ketone gesprochen und dann ist das ganze Aufgebot von Blaulicht bestückten Kraftfahrzeugen wieder abgebraust.
Meine Güte, das war mir alles ganz schön unangenehm.
Anyway, auch ein Diabetiker kann mal sein Handy vergessen oder verlieren und muss deshalb noch lange nicht irgendwo bewusstlos liegen und die Beine zum Himmel strecken.
Vielleicht ist das mit dem Sender doch gar nicht so doof…….
Eure Ilka (wohlauf)
Mir geit dat gut wat wull ik mehr?!

© Foto Ilka G.